Vierpunktlager

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Vierpunktlager gehören zu den einreihigen Schrägkugellagern und benötigen dadurch in axialer Richtung deutlich weniger Bauraum als zweireihige Ausführungen.

Die Lager bestehen aus massiven Außenringen, geteilten Innen­ringen und Kugelkränzen mit Messing- oder Polyamidkäfigen.

Durch den geteilten Innenring lassen sich viele Kugeln unterbringen wodurch Vierpunktlager sehr tragfähig sind.



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Allgemein

Vierpunktlager sind eine Sonderbauart der Schrägkugellager, die aus einem massiven Außenring und einem geteilten Innenring bestehen. Der Außenring mit Kugelkranz und die beiden Innenringhälften können getrennt eingebaut werden. Durch die mögliche Schiefstellung der Innenringe gegenüber dem Außenring sind Vierpunktlager ungeeignet zum Ausgleich von Fluchtungsfehlern oder Wellendurchbiegungen. Durch die zweiteiligen Innenringe kann eine große Anzahl von Kugeln untergebracht werden. Die Innenringhälften sind auf das jeweilige Lager abgestimmt und dürfen nicht mit denen gleich großer Lager vertauscht werden.
Vierpunktlager werden häufig in Getrieben mit hohen Axiallasten verwendet.

Beidseitig axial belastbar

Durch die Ausbildung der Wälzkörper-Laufbahnen mit ihren hohen Laufbahnschultern, dem Druckwinkel von 35° und die große Anzahl der Wälzkörper sind Vierpunktlager sehr tragfähig. Sie nehmen hohe axiale Kräfte in beiden Richtungen sowie geringe radiale Belastungen auf.

Ohne und mit Haltenuten im Außenring

Einreihige, beidseitig axial wirkende Vierpunktlager werden häufig mit einem Radiallager kombiniert und als Axiallager mit Radialspiel im Gehäuse eingesetzt. Zur schnellen und sicheren Fixierung haben größere Vierpunktlager deshalb zwei um 180° versetzte Haltenuten im Außenring. Diese Lager haben das Nachsetzzeichen N2.

Ausgleich von Winkelfehlern

Die mögliche Schiefstellung der Innenringe gegenüber dem Außenring hängt ab von der Lagerbelastung, dem Betriebsspiel und der Lagergröße und ist sehr gering. Vierpunktlager eignen sich deshalb nicht zum Ausgleich von Fluchtungsfehlern bei Gehäusebohrungen oder bei Wellendurchbiegungen. Schiefstellungen der Lagerringe erhöhen das Laufgeräusch, beanspruchen die Käfige stärker und wirken sich nachteilig auf die Gebrauchsdauer der Lager aus.

Abdichtung

Vierpunktlager sind nicht abgedichtet.

Schmierung

Sie sind nicht befettet und können mit Fett oder Öl geschmiert werden.

Betriebstemperatur

Lager mit Massivkäfigen aus Messing können bei Betriebs­temperaturen von –30 °C bis +150 °C eingesetzt werden. Lager mit Außendurchmessern über 240 mm sind bis +200 °C maßstabil. Lager mit Käfigen aus glasfaserverstärktem Polyamid sind für Betriebstemperaturen bis +120 °C geeignet.

Käfige

Standardkäfige für Vierpunktlager, siehe Tabelle. Vierpunktlager mit Käfigen aus Messing haben das Nachsetzzeichen MPA. Diese Fensterkäfige werden am Außenring geführt. Käfige aus glasfaserverstärktem Polyamid erkennt man an dem Nachsetzzeichen TVP. Chemische Beständigkeit des Polyamids prüfen bei synthetischen Schmierfetten sowie bei Schmierstoffen mit EP-Zusätzen! Gealtertes Öl und im Öl enthaltene Additive können bei höheren Temperaturen die Gebrauchsdauer der Kunststoffkäfige beeinträchtigen! Ölwechselfristen unbedingt beachten!

Nachsetzzeichen von Vierpunktlagern

ZeichenBedeutung
C3Axialluft größer als normal
MPAMassivkäfig aus Messing
TVPFensterkäfig aus glasfaserverstärktem Polyamid 66
N2zwei Haltenuten im Außenring
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